Das Jahr 2007 gestaltete sich für mich anfänglich ganz normal. Ich ging in die Schule, spielte gewohnt viel PC. Bis zum Sommer hatte ich langweilge Tage mit langweiligen Morgenstunden und langweilig begrenzten Abendstunden bis um 10 Uhr.
Doch der Sommer sollte alles ändern. Im Sommercamp zum Thema Physik traf ich, eine junge Dame. Zwar nicht so physikbegeistert wie ich, aber schön intelligent und liebenswürdig.
Doch sie war nicht nur schön, sie war wunderschön. Ihre Ausstrahlung war stets fröhlich und süss. Ihre Intelligenz war zweifellos unanzweifelbar und ihre liebenswürdigkeit auch. Ergo eine hübsche junge Dame, mit welcher man sicher lustige Unterhaltungen führen kann.
Doch im Verlauf der Woche wurde mir eines klar, unser gemeinsames Interesse für Musik und ihre enorme Kraft auf mich, jeden schlechten Gedanken einfach nur mit einem Lächeln auszulösen, löste bei mir damals noch ungewollte Gefühle aus. Es brachen alle Barrieren: Ich war tatsächlich verliebt. Nicht normal verliebt, wie es jeder Spiesser ein paar mal im Jahr ist. Richtig verliebt, sicher, die richtige fürs Leben gefunden zu haben.
Doch dies hatte einige Folgen. Es durchkrempelte meine Prinzipien, welche nach meiner ersten harten Zurückweisung folgten:
keine Liebesgefühle, wenn man die Frau nicht länger kennt
Bildung ist alles
Frauen bringen alles durcheinander
Für die Beziehung und die Liebe galt nach wie vor, 1 oder nichts. Treue ist und bleibt mein oberstes Gebot oder wohl eher nur eine Prinzipie.
Denn diese junge Frau, die Frau meines Lebens hatte ihr Herz schon vergeben. Nicht mir, sondern ihrem Schatz. Und es ist nicht so, als würde ich mich nicht für sie freuen, denn die Freundschaft die zwischen uns vorherrscht ist so schön, dass diese Liebe genug genährt wird um mich nicht in Depressionen zu stürzen, denn ich bin glücklich, solange unsere Freundschaft vorherrschend ist.
Doch die Zeiten, in denen wir uns unterhalten können sind beschränkt und sehen können wir uns noch seltener. Und eben in diesen Zeiten, in den Zeiten ihrer Abwesenheit kamen eben diese Depressionen. Meine Gefühle offenbarten sich und verwunderten anscheinend einige Menschen in meinem Umfeld. Ich gewann eine Freundin, die mir in guten wie in schlechten Zeiten immer beistand und mir immer wieder auf die richtige Bahn geholfen hat. Doch die Zeiten IHRER Abwesenheit, der Abwesenheit der Liebe in meinem Herzen verleitete mich zu Gedanken, zu Gedanken, welche ich nie denken durfte und die völlig gegen meine Prinzipien verstossen. Man nennt diese Gedanken auch Frustgedanken.
Ich “verliebte” mich daraufhin in weitere Frauen. Keine tiefgründige Liebe, nicht einmal Freundschaft hat uns richtig verbunden. Es war Frustliebe. Und meine Freundschaften verschlechterten sich. Die Folgen meiner Frust, und der Ablehnung jener Frauen stürzten mich in ein Tief, in dem ich zu versinken drohe. Und ich habe in dieser Welt nur 2 feste Punkte. Meine Liebe und meine Freundin. Und eben dieser erste Tag des Jahres 2008 hat mich wieder aus diesem grässlichen Loch des Frustes nahmens 2007 herausgezogen.
Das Jahr 2008 beginnt für mich mit meiner einseitigen Liebe und wird hoffentlich mit gegenseitiger Liebe enden. Vielleicht hier, vielleicht irgendwo anders, aber mein Herz wird hoffentlich irgendwann auch auf ein anderes stossen.
Und obwohl ich den wohl schönsten Abend meines Lebens heute verbracht habe, habe ich nun einen 1.5-Seitigen Text geschrieben und mir kamen die Tränen.
Ich habe gesagt, keine guten Vorsätze, doch 2 müssen sein, und ich werde sie einhalten, und wenn nicht, bin ich es nicht wert, geliebt zu werden:
Treue meiner Liebe gegenüber
1 oder nichts
Und ich entscheide mich für 1, weil diese eine die einzige ernsthafte Liebe in meinem Leben war und auch bleiben wird.